Windvorhaben Schülern

Politischer Rückenwind für Schülern

04.01.2021

Niedersächsisches Klimagesetz verabschiedet.

Ende 2020 gab es doch noch eine gute Nachricht: Der Niedersächsische Landtag hat im Dezember das Niedersächsische Klimagesetz (Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels) verabschiedet. Zugleich wurden der Klimaschutz und die Minderung der Auswirkung des Klimawandels in Verantwortung für die kommenden Generationen in der Landesverfassung verankert. Damit ist Niedersachsen Vorreiter in Sachen Klimaschutz.

In Zukunft wird grundsätzlich von einem steigenden Energiebedarf ausgegangen. Bis 2040 möchte das Land Niedersachsen diesen Energiebedarf durch erneuerbare Energien decken und auch zukünftig die Wertschöpfung der Energieerzeugung im Land verankern. Deshalb ist es wichtig, dass die Landesflächen auf ihre Eignung für Wind- und Solarprojekte geprüft und vorhandene Potenziale neu erschlossen werden.

Das Potenzialgebiet in der Nähe von Schülern bietet optimale Voraussetzungen, um dort moderne und leistungsstarke Windenergieanlagen zu errichten und die Energieversorgung der Zukunft nachhaltig zu sichern. Denn nur mit einem deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien kann das im Niedersächsischen Klimagesetz beschlossene Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden.

Zur Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Projekt

ENERTRAG plant in den Gemeindegebieten Neuenkirchen und Schneverdingen ein neues Energieprojekt. Mit der umweltverträglichen Errichtung und dem Betrieb von bis zu zehn modernen und leistungsstarken Windenergieanlagen (WEA) möchte ENERTRAG die Energiewende vorantreiben. Dies ist besonders im Hinblick auf den Klimawandel und die Stärkung des ländlichen Raums von großer Bedeutung. 

Erste naturschutzrechtliche Untersuchungen wurden im Februar 2020 begonnen. So können die örtlichen Groß- und Greifvögel möglichst genau beobachtet und ihre Brutplätze verortet werden. Somit kann sichergestellt werden, dass das geplante Windenergieprojekt nicht in die Schutzbereiche der vorhandenen Groß- und Greifvögel eingreift und sie gefährdet. 

Aktuell werden Gespräche mit Vertretern aus der Politik und der Verwaltung des Landkreises und den Gemeinden geführt sowie die bauordnungsrechtlichen Verfahren vorbereitet. Das Potentialgebiet wird zunächst regionalplanerisch entwickelt, um in das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Heidekreises aufgenommen zu werden. Dieser Prozess erfolgt in enger Abstimmung mit allen mittelbar und unmittelbar Beteiligten, den Gemeinden und dem Landkreis. Anschließend erfolgen der eigentliche Genehmigungsantrag, die Planung des Netzanschlusses und die Errichtung und Inbetriebnahme des Projektes.

Standort

Das Plangebiet ist in zwei Teilbereiche aufgeteilt und befindet sich in den Gemeindegebieten Neuenkirchen und Schneverdingen nordwestlich von Schülern. Die zum Heidekreis zugehörigen Flächen umfassen, inklusive eines 100 Meter breiten Puffers um das eigentliche Potentialgebiet, eine Gesamtgröße von 214 Hektar.

Anlagentechnik

Aktuell wird mit bis zu zehn leistungsstarken Windenergieanlagen geplant. Die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche wird nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Windfeldes so wenig wie möglich beeinträchtigt. Mögliche Belastungen durch die geplanten Windenergieanlagen werden im Vorfeld durch verschiedene Gutachten, insbesondere Schall- und Schattengutachten oder naturschutzrechtliche Untersuchungen, genauestens geprüft. Es wird zudem mit unterschiedlichen Nabenhöhen geplant, um eine raumbedrängende Wirkung ausschließen zu können und Belastungen für näherliegende Wohnbebauungen zu minimieren.

Engagement vor Ort

Auf Initiative der Grundeigentümer plant ENERTRAG eine Teilhabe derjenigen Personen, die im Rahmen des Windfeldes mittelbar und unmittelbar betroffen sind. Ein Teil der Erlöse wird unter anderem an die Bewohner abgegeben, die Ihren Wohnsitz innerhalb der 40 dB (A)-Grenze haben. Zudem wird ein 100 m breiter Puffer um das Potentialgebiet gezogen, innerhalb dessen alle Grundeigentümer direkt an den Pachtverträgen partizipieren werden.

Darüber hinaus werden die beiden Gemeinden über die anfallenden Gewerbesteuern hinaus mit in das Projekt einbezogen. Dafür ist die Gründung einer Stiftung vorgesehen, mit deren Hilfe Gemeinwohlprojekte vor Ort direkt gefördert werden.


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